Kreis- & meditative Tänze

Der Kreistanz oder Reigentanz ist eine der ältesten Tanzformen Europas. Der Reigen wurde von vier oder mehr Tänzern meist in einem geschlossenen Kreis ausgeführt (Kreistanz), bei dem die Tänzer sich an den Händen fassten und je nach dem Tempo der Musik schritten oder sprangen. Als Volksbrauch aus Deutschland ist der Tanz um den Maibaum bekannt. In Südosteuropa hat der Kreistanz bis in die heutige Zeit überlebt. Hier werden traditionell noch der Horo (Bulgarien), der Kolo (Serbien, Kroatien, Bosnien) oder Hora und Sirba (Rumänien) getanzt. Erst in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts hat der Volkstanz und speziell der Kreistanz bei uns eine Wiederbelebung erfahren. Getragen von einem Gefühl der Zusammengehörigkeit wurden und werden verstärkt Kreistänze, vor allem Tänze aus dem Balkan, Griechenland und der Türkei, außerhalb ihres Ursprungsgebietes getanzt.

Eine ganz andere Richtung hat sich seitdem parallel zu den Folkloretänzen entwickelt: der so genannte Sacred-Dance, der auch als sakraler oder meditativer Tanz bezeichnet wird. Als Grundlage dienen einfache Kreistänze. Beim Sacred-Dance kommt es nur  auf Besinnung und Meditation an.